Bladnoch

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Bladnoch - Die Geschichte

Von ihrer Lage her ist die Bladnoch-Brennerei irgendwie speziell - und das nicht nur, weil sie tief in den schottischen Lowlands liegt. Die Gebäude befinden sich nur einen Steinwurf vom gleichnamigen Bladnoch-Fluss entfernt, der wenig später in eine der vielen schottischen Buchten mündet, wo er ausserdem noch kurz vorher auf den Cree-Fluss trifft. Die Brennerei könnte fotogener nicht sein: Mit ihren alten Steinfassaden und Ziegeldächern und den umliegenden, saftig grünen Wiesen könnte sie fast einem Bilderbuch entsprungen sein. Dennoch sah Bladnoch seine Besitzer in einer erschreckenden Geschwindigkeit kommen und gehen. Der erste Whisky wurde hier 1817 gebrannt, als die McClellands die Lizenz erhielten, auf ihrer eigenen Farm Getreidebrände herzustellen. Das ging viele Jahrzehnte lang gut, doch 1905 erfolgte die erste Schliessung. 1911 eröffnete Bladnoch wieder und schloss 1937 abermals. 1956 ging das Spiel von vorne los, und diesmal schien es trotz häufiger Besitzerwechsel lange Zeit gut zu gehen - zumindest bis 2010, als die Produktion erneut stoppte.
Nun hatte der Australier David Prior das Interesse gefasst und arbeitete zusammen mit Gavin Hewitt (einstigem Vorstand der Scotch Whisk Association) daran, Bladnoch zu neuem altem Ruhm zu verhelfen. Die aufwendige Restaurierung ging durch die Schlagzeilen und Prior schaffte es schon vor dem offiziellen Brennstart im Jahr 2017, das Augenmerk auf sich zu richten. Er brachte als kleinen Vorgeschmack ausserdem drei Single Malts heraus, die er aus den ruhenden Fässern von der vorangegangenen Produktionsphase zusammenstellte (hauptsächlich ex-Bourbon, neue Eiche, ex-Sherry und ex-Rotwein): Einen NAS-Whisky, eine 15-jährige Abfüllung und eine 25-jährige Edition. In den darauffolgenden Jahren kamen schliesslich noch 10-, 17-, 27- und 29-jährige Abfüllungen auf den Markt. Seit einigen Jahren wird nun in der Bladnoch Distillery ein grasiger, malziger und leichter Spiritus gebrannt, der allerfrühestens 2020 im Handel erhältlich sein wird. Die Wartezeit kann dank der vorhandenen Reserven, die von David Prior zusammen mit der Brennerei aufgekauft wurden, ja problemlos überbrückt werden. Ausgestattet ist Bladnoch mit sechs Gärbottichen, zwei Wash Stills zu je 14'000 Litern und zwei Spirit Stills zu je 10'500 Litern. Das macht eine jährliche Produktionskapazität von 1,5 Millionen Litern! Das Wasser wird direkt aus dem naheliegenden Fluss gezogen.

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